Die Lüsner Alm – das wunderbare/wanderbare Almgebiet in Südtirol

Nach der Seiser Alm ist der Lüsner Kamm, mit weit über 2000 ha Almwiesen und Weideflächen die zweitgrößte Hochalm. Mit über 20 km Länge ist dies die längste Alm in Südtirol und zählt zu den ausgedehntesten Hochebenen der Alpen. Seit Jahrhunderten wird die Alm von den Bauern des Tales den Sommer über bewirtschaftet. Es werden Tiere aufgetrieben zur Beweidung, Wiesen werden gemäht, um Futter für den harten Winter zu gewinnen. Erst durch diese Almbewirtschaftung, durch Rodung und Beweidung, Verbesserungen durch die Entfernung von Bäumen und Steinen hat die Lüsner Alm ihre heutige Schönheit erlangt. Der Mensch hat diese Kulturlandschaft geprägt, wäre das nicht so, wäre ein Großteil der Almen reiner Nadelwald und besäße bei weiten nicht diese Artenvielfalt.

Lüsner Alm

Die Lüsner Alm – Landschaftsparadies und Lebensader

Die Lüsner Alm gilt mit ihrer wilden Schönheit und fast unberührten Naturlandschaft zu einer der beliebtesten Wanderregionen Südtirols. Doch spielen die Almen Südtirols seit etlichen Jahrhunderten für die Landwirtschaft eine gewichtige Rolle. Die saftigen Almen dienen im Sommer als Weidegründe für Schafe, Ziegen und Kühe. Wer auf welcher Alm sein Vieh weiden lassen darf, ist penibel festgelegt und wurde sogar zum Zankapfel des berühmten Almstreits zwischen den Gemeinden Ritten und Villanders , der über 500 Jahre dauerte! Die andere Art das saftige Gras der Almwiesen zu nutzen, ist zur Heuproduktion. Sogenannte Mähwiesen werden ein Mal im Jahr gemäht, und das getrocknete Gras dient dann als Futterquelle für die Wintermonate. Die sanfte und umweltschonende Bewirtschaftung der Almen ist zu dem auch für das Landschaftsbild sowie die sagenhafte Artenvielfalt wichtig.

Almwirtschaft auf der Kreuzwiesenalm

Die Almwirtschaft auf der Kreuzwiesenalm

Die Kreuzwiese ist wohl die größte Bergwiese der Lüsner Alm. Fast 10 Hektar werden heute gemäht. In den vergangenen Jahrzehnten war es etwas weniger, doch früher, so sagt es die Überlieferung, wurden sogar viele der heutigen Weideflächen zur Heumahd genutzt. Weiters besitzt die Alm noch artenreiche, saftige Weideflächen von 1800 bis über 2000 m. ü. d. M, bis unter den sanften Gipfel des Astjoches. Dort weiden den ganzen Sommer über unser Jungvieh und unsere Kühe. Diese liefern dann die köstliche Milch für unseren Almkäse.

Kühe